Montag, 6. Januar 2014

Exzellent beschäftigt im Projekt prekär? Hilfskräfte an der Hochschule

Studierendenseminar

24. und 25. Januar 2014, Steinbach (bei Frankfurt am Main)
Die GEW bietet wieder ein Studierendenseminar an. Thematisch wird es um einen inhaltlichen Input und Austausch zur Situation von studentischen Beschäftigten an den Hochschulen gehen.

An verschiedenen Hochschulen sind Gruppen aktiv, die sich mit der Situation studentischer Beschäftigter befassen. Und dies nicht ohne Grund: Nach wie vor gibt es nur in Berlin einen Tarifvertrag, nach wie vor arbeiten viele Studierende unter prekären Bedingungen und werden in kurzen Arbeitsverträgen vielfach sogar noch um die Dinge betrogen, die ihnen arbeitsrechtlich zustehen. Viele Studierende lassen sich auf schlechte Bedingungen ein, weil sie entweder auf der Karriereleiter Punkte machen wollen oder auch nur deshalb, weil sie sich von einem Job als Hilfskraft einen kritischen Austausch mit Lehrenden erhoffen, der von der Massenhochschule nicht mehr gewährleistet wird.

Die Tätigkeit als studentische Hilfskraft bereitet im doppelten Sinne auf die Wissenschaft vor: Sie bietet – teilweise – eine interessante wissenschaftliche Arbeit und Qualifizierung, und sie ist zugleich auch eine Art Sozialisationsbasis für die allgemein unsicheren Arbeitsbedingungen an den Hochschulen. Denn was pars pro toto im Bereich der Hilfskräfte beobachtet werden kann, ist durchaus repräsentativ für viele Beschäftigungsverhältnisse gerade jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Hochschule: Traumjob Wissenschaft? Von wegen! Es sind vielfach eher Karrierebluffs als Berufswege, die die Universität bietet und mit denen sie ihre Beschäftigten zur Selbstausbeutung lockt.

Wir wollen mit dem Seminar ein Qualifizierungsangebot bieten für Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort aktiv sind oder aktiv werden wollen, und gleichzeitig einen gemeinsamen Austausch ermöglichen.

Das Seminar wird vom Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW organisiert und findet in Steinbach (bei Frankfurt am Main) in der Bildungsstätte der IG BAU statt.
  • Die GEW übernimmt für alle Teilnehmenden die Kosten für Übernachtung und Verpflegung. Die Zimmerbestellung im Tagungshaus erfolgt ausschließlich über die GEW.
  • Die GEW erstattet ihren Mitgliedern die Reisekosten. Bitte Fahrkarte über das Anmeldeformular bei uns bestellen.
  • Seminar-Teilnehmende, die kein GEW-Mitglied sind, müssen An- und Abreise selbst organisieren und bezahlen.
  • Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro für GEW-Mitglieder und 50 Euro für Nichtmitglieder und muss vor dem Seminar beleghaft überwiesen sein. Nach Anmeldeschluss erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung mit Angabe der Bankverbindung.
  • Anmeldeschluss ist der 10. Januar 2014. Es stehen nur begrenzte Plätze zur Verfügung!

Information & Anmeldung

GEW-Hauptvorstand
Vorstandsbereich Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt am Main

Christine Sturm
Tel. 0 69/7 89 73-309
Fax 0 69/7 89 73-1 03
E-Mail-Adresse

Sonja Staack
Tel. 0 69/7 89 73-313
Fax 0 69/7 89 73-1 03
E-Mail-Adresse

Auf Wunsch kann ein Formular, das am PC ausfüllbar ist, als Word-Version zugesendet werden.


Donnerstag, 10. Oktober 2013



Gute Lehre: Gestrichen! 


An der Hochschule Bremen müssen 600 Erstsemesterplätze abgebaut werden. An der Universität müssen 80 Vollzeitstellen im wissenschaftlichen Mittelbau und 50 in Verwaltung gekürzt werden. Die Hochschulen in Bremen benötigen eine ausreichende und zuverlässige Grundfinanzierung, um eine gute Forschung und Lehre zu gewährleisten. Bereits im letzten Semester fanden Proteste gegen die Kürzungen statt. Die kommenden Proteste benötigen deine Unterstützung!



Informiert euch und diskutiert:

Dienstag, den 29.10.13, um 17 Uhr im DGB-Haus 
Prof. Dr. André  Heinemann ( Forschungsstelle Finanzpolitik  der Uni Bremen):
„Finanzierungsschwierigkeiten der Hochschulen in Bremen
in Zeiten der Schuldenbremse“
 
Der Vortrag beschreibt finanzielle schwierige Situation der Hochschulen in Bremen durch die Schuldenbremse. Dabei werden die Hochschulen vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für den Standort Bremen analysiert.  


Ralf Streibl (GEW Betriebsgruppensprecher der Universität Bremen): 
„Kürzungen und Proteste an der Universität Bremen“ 


An der Universität Bremen sollen 80 Vollzeitstellen im wissenschaftlichen Mittelbau und 50 Vollzeitstellen in der Verwaltung gestrichen werden. Schon in den letzten Jahren sind durch mangelnde Grundfinanzierung und steigende Unterhaltskosten die finanziellen Probleme der Universität deutlich geworden. Folgen sind nicht nur eine höhere Arbeitsbelastung im wissenschaftlichen Mittelbau und in der Verwaltung, auch die Studienbedingungen werden immer schlechter. Um gegen die geplanten Sparmaßnahmen zu protestieren hat sich an der Universität ein breites Aktionsbündnis bestehend aus Studierenden und Mitarbeiter*innen gegründet. 





Katharina Lenuck (AStA der  Hochschule Bremen): 
„Kürzungen und Proteste an der Hochschule Bremen“ 

Die Hochschule Bremen ermöglicht Menschen ohne Abitur einen Hochschulabschluss, aus diesem Grund ist jeder Studienplatz an der Hochschule erhaltenswert. Trotzdem sollen an der  Hochschule die Studienanfänger*innenzahlen von 2000 auf 1400 bis zum Jahr 2018 gesenkt werden. In der Folge müssen an der Hochschule Studiengänge gestrichen oder zusammen gelegt werden. Kritisiert wird nicht nur die Umsetzung der Kürzungspläne an den Fakultäten, auch die Tatsache dass sich der Plan auf dem möglichen aber nicht sicheren auslaufen des Hochschulpaktes gründet scheint verrückt.

Weitere Infos unter:







Montag, 7. Januar 2013

Veranstaltung: "Ungleichheit als politisches Programm? Die Exzellenz-Initiative und der Umbau des Wissenschaftssystems" am 15. Januar 2013

Vortrag und Diskussion mit Torsten Bultmann, Geschäftsführer des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWI). Im "Café Kultur" (beim Theatersaal), Universität Bremen, 18 Uhr.


Im Juni 2012 fielen die Förderentscheidungen für die 3. Runde der „Exzellenzinitiative“ (2012-2017). Es war für niemanden zu übersehen: auch die Uni Bremen wurde für die jetzt anlaufende Förderphase zur "Exzellenz-Universität" ernannt. Dabei geht es um 2,4 Mrd. Euro für sog. Spitzenforschung. Dieses „Elitenprogramm“ wird von seinen Verfechtern als historischer „Paradigmenwechsel“ der deutschen Hochschulpolitik inszeniert: Weg von der Idee der grundsätzlichen Gleichwertigkeit aller Universitäten – hin zu einer ausdrücklich gewollten Ungleichheit in der Leistungsbewertung und Finanzausstattung! Die Befürworter sagen, dies sei lediglich die Anerkennung ohnehin bestehenden wissenschaftlicher Leistungsunterschiede. Die Kritiker argumentieren, es handle sich um eine vor allem politische      Weichenstellung     für      ein      Zwei-Klassen-Hochschulsystem. Es ginge – kurz gesagt – um die künstliche Schaffung von „Eliten“ durch viel Geld. Die Folge: In einer Situation, in der das deutsche Hochschulsystem in seiner Breite ohnehin seit Jahrzehnten chronisch unterfinanziert ist, würde mehr Geld nur noch in ausgewählte „Elite“-Standorte fließen.

Hierfür solle die Leistungsrhetorik der „Exzellenz-Initiative“ lediglich die Rechtfertigung liefern. Diese und weitere kritische Einwände sollen – vor dem Hintergrund einer historischen Einordnung des Elitenmotivs in der deutschen Hochschulpolitik – in Vortrag und Diskussion erläutert werden.
 
Eine Veranstaltung von GEW Studis Bremen, AStA Uni Bremen und LiSA - Liste der Studiengangsaktiven
- Eintritt frei -
 

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Konferenz "Gute Hochschule geht anders", 2.11. 2012 in Bremen


Die Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE veranstaltet am 2. November 2012 eine hochschulpolitische Konferenz unter dem Titel "Gute Hochschule geht anders" im DGB-Haus in Bremen. Auf der Konferenz soll in Vorträgen, Diskussionen und verschiedenen Arbeitsgruppen zu Themen wie der Exzellenz-Initiative, (mangelhafter) Finanzierung des Hochschulsystems, prekäre Arbeitsverhältnisse an  der Uni sowie das Studieren an der "unternehmerischen Hochschule" gearbeitet und Kritik und Verbesserungsvorschläge entwickelt werden. 
Hier das Programm:

10.00 Uhr Eröffnung der Konferenz
Agnes Alpers (MdB, Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung)
10.30 Uhr Prekäre Arbeit und Finanzierung von Hochschulen
Vortrag von Andreas Keller (GEW-Hauptvorstand) mit anschließender Diskussion
12.45 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr parallele Arbeitsgruppen
I Kooperationsgebot und gute Finanzierung von Hochschulen
II Prekäre Beschäftigung an Hochschulen vermeiden, Ansätze aus der Praxis
III Studieren in der neoliberalen Hochschule
15.00 Uhr Kaffeepause
15.20 Uhr Resümee aus den Arbeitsgruppen
16.45 Uhr Schlusswort Kristina Vogt (MdBB)


 Die Anmeldung und alle weiteren Infos findet ihr hier, die Teilnahme ist kostenlos!


Mittwoch, 16. Mai 2012

Nun ist's raus: Verstöße gegen die Zivilklausel


Radio Bremen berichtet, dass die Universität Bremen trotz der selbstauferlegten (und erst kürzlich bekräftigten) "Zivilklausel" in den vergangenen Jahren stillschweigend an Forschungsprojekten mit militärischer Zielsetzung gearbeitet hat. Die wohlbekannte Argumentation von Uni-Leitung und Fachbereichen, dass nahezu jede Technik sowohl zivil als auch militärisch angewandt werden kann, ist allerdings mehr als nur fadenscheinig, wenn Geld und Aufträge direkt vom Bundesverteidigungsministerium oder Rüstungsgröße wie Rhein-Metall Defence Electronics kommen.
Erstaunlich auch, dass diese Aufträge bei der Durchsicht durch die verschiedenen Verwaltungs- und Leitungsebenen scheinbar schlichtweg "übersehen" wurden.

Hier der Link zum Radio Bremen Artikel (öffnet in neuem Fenster)

Montag, 7. Mai 2012

Neue GEW-Studie zur Situation von Studentischen Hilfskräften

Vor kurzem wurden die Ergebnisse einer Studie zur Situation und Lage studentischer "Hilfskräfte" veröffentlicht.
Erstaunlicherweise handelt es sich dabei um die erste umfassende empirische Datenerhebung und Analyse zum Thema. Zuvor war etwa nicht einmal bekannt, dass es rund 400.000 Studis sind, die an den deutschen Hochschulen den Betrieb am Laufen erhalten. Umso empörender, dass nur ein kleiner Teil dieser riesigen Zahl an ArbeitnehmerInnen auf einen Tarifvertrag zählen kann - einzig und allein in Berlin existiert ein solcher.

Wer sich also etwas umfassender mit dem Thema beschäftigen möchte, findet hier einen Link zur Studie als PDF-Datei:

http://www.gew.de/Binaries/Binary88494/Studentische_MitarbeiterInnen_online.pdf

Freitag, 9. März 2012

Neues Informationssystem für angehende DoktorandInnen

Unter www.promotion-fh.de ist der neugestaltete Auftritt des Informationssystems Promotion für Fachhochschul-AbsolventInnen zu finden. Auch für AbsolventInnen anderer Hochschulen sind hier nützliche Infos zu den Promotionsordnungen und weitere Informationen zu vielen deutschen Hochschulen zu finden.

Das Informationssystem Promotion für Fachhochschul-AbsolventInnen ist ein Serviceangebot der Hochschule Neu-Ulm.