Nach dem Willen der Koalitionsfraktionen wird der Bund die Kosten des öffentlichen Anteils am nationalen Stipendienprogramm allein tragen. Ein entsprechender Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/3359) wurde am Mittwochmittag im Bildungsausschuss mit den Stimmen der Fraktionen von Union und FDP angenommen. Die Oppositionsfraktionen lehnten den Entwurf ab. Ein Antrag der Fraktion Die Linke (17/2427), in dem gefordert wurde, die Mittel des nationalen Stipendienprogramms für eine Erhöhung des BAföG zu nutzen, wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP abgelehnt. Am Donnerstag soll im Plenum über den Gesetzentwurf abgestimmt werden.
Die FDP-Fraktion bezeichnete das nationale Stipendienprogramm als ”Trendwende“ in der Begabtenförderung. Die Länder hätten deutlich gemacht, dass sie das nationale Stipendienprogramm nicht mitfinanzieren wollten, sagte ein Vertreter der Fraktion. Daher habe sich der Bund zur Übernahme des Länderanteils entschieden. Im nationalen Stipendienprogramm war ursprünglich vorgesehen, dass sich Bund und Länder den öffentlichen Anteil an den Stipendien teilen.
Mit dem nun formulierten Kompromiss zeige der Bund „einmal mehr Verantwortung“ bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, sagte ein Vertreter der Unionsfraktion. Ziel sei die Etablierung einer „neuen Stipendienkultur“, bei der auch private Geldgeber zur Hälfte an der Finanzierung beteiligt würden…Das nationale Stipendienprogramm sei auch durch diese Änderung nicht besser geworden, betonte die SPD-Fraktion. Auch die Regierung selbst habe ihre Erwartungen zurückgeschraubt: Nur noch 10.000 Studenten sollten zunächst gefördert werden. ”Da sind Sie zu Recht bescheiden geworden“, sagte ein Vertreter der SPD-Fraktion.
Das Programm sei schon jetzt keine „Erfolgsgeschichte“, sondern vielmehr ein ”Rohrkrepierer“, hieß es aus den Reihen der Linksfraktion. Private Geldgeber stünden eben nicht Schlange, das Programm fördere die soziale Ungleichheit und gebe den Studenten keine Planungssicherheit.
Auch die Grünen kritisierten die fehlende Planungssicherheit für Studenten, zudem sei das Programm mobilitätsfeindlich. Die Studierenden könnten die Stipendien bei einem Hochschulwechsel nicht mitnehmen. Auch würden strukturschwache Gebiete benachteiligt: Hier hätten die Hochschulen größere Schwierigkeiten, private Geldgeber zu akquirieren.
http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_11/2010_369/04.html
Donnerstag, 11. November 2010
Dienstag, 9. November 2010
Neoliberale Hochschulreform konkret: - Die Neue Hochschule zwischen Wettbewerb und Wundertüte -
Donnerstag, 11.11.2010, 19.30 h
Hochschule Bremerhaven, Raum M 200 (über der Mensa), An der Karlstadt 8Die offiziell verkündeten, schön klingenden Ziele des Bologna-Prozesses
wurden bislang nicht erreicht.
Statt Verbesserung von Mobilität sind erhöhte Konkurrenz unter Studierenden
und Hochschulen, inhaltliche Engführung des Studiums und verstärkter Zeit-
und Selektionsdruck festzustellen.
Die Referentin Andrea Liesner (Universität Hamburg) leitet die Veranstaltung
mit einem Überblick über die neoliberale Hochschulreform ein.
Der zweite Teil des Abends befasst sich mit der Lage an der Hochschule
Bremerhaven.
Dazu nehmen der Rektor Prof. Stockemer sowie Prof. Matthießen ( beide
Hochschule Bremerhaven) Stellung.
An ein Prodiumsgespräch der Referenten soll sich eine offene Diskussion
anschließend.
Moderation: Eberhard Pfleiderer.
Hochschule Bremerhaven, Raum M 200 (über der Mensa), An der Karlstadt 8Die offiziell verkündeten, schön klingenden Ziele des Bologna-Prozesses
wurden bislang nicht erreicht.
Statt Verbesserung von Mobilität sind erhöhte Konkurrenz unter Studierenden
und Hochschulen, inhaltliche Engführung des Studiums und verstärkter Zeit-
und Selektionsdruck festzustellen.
Die Referentin Andrea Liesner (Universität Hamburg) leitet die Veranstaltung
mit einem Überblick über die neoliberale Hochschulreform ein.
Der zweite Teil des Abends befasst sich mit der Lage an der Hochschule
Bremerhaven.
Dazu nehmen der Rektor Prof. Stockemer sowie Prof. Matthießen ( beide
Hochschule Bremerhaven) Stellung.
An ein Prodiumsgespräch der Referenten soll sich eine offene Diskussion
anschließend.
Moderation: Eberhard Pfleiderer.
Von der “Generation Bologna” zur “Generation Praktikum”
Im Jahr 2004 verkündeten 15 Unternehmen ihre “Bachelor Welcome” Erklärung, die inzwischen erweitert und von rund 200 Unternehmen bekräftigt wurde. Grund genug, sich ein Bild von der tatsächlichen Bachelor-Akzeptanz zu machen. Haben sich die deutschen Unternehmen auf Bologna eingestellt? Eine Studie nährt Zweifel.
Unternehmen wollen – vor dem Hintergrund eines grotesk verzerrten Professorenbildes – im Bachelor-Segment offenbar primär Abiturienten, die sie durch ihr eigenes Bachelorprogramm unternehmensspezifisch ausbilden können. “Fertigen” Bachelors wird offenbar die Berufsqualifizierung abgesprochen und lediglich der Umweg (die Sackgasse?) von Praktika angeboten. Mit der Verkürzung der Ausbildungszeit hat das nichts mehr zu tun. Trotzdem ist die Aussage “Bachelor Welcome” nicht falsch – zur Deutung kommt es jedoch auf die Semantik an.
http://www.academics.de/wissenschaft/seite_42161.html
Unternehmen wollen – vor dem Hintergrund eines grotesk verzerrten Professorenbildes – im Bachelor-Segment offenbar primär Abiturienten, die sie durch ihr eigenes Bachelorprogramm unternehmensspezifisch ausbilden können. “Fertigen” Bachelors wird offenbar die Berufsqualifizierung abgesprochen und lediglich der Umweg (die Sackgasse?) von Praktika angeboten. Mit der Verkürzung der Ausbildungszeit hat das nichts mehr zu tun. Trotzdem ist die Aussage “Bachelor Welcome” nicht falsch – zur Deutung kommt es jedoch auf die Semantik an.
http://www.academics.de/wissenschaft/seite_42161.html
Montag, 8. November 2010
Podiumsdiskussion & AG: Faule Studis?! Bachelor-Studierende zwischen Bummelei und Burn-out
Die Ergebnisse der AG Umfrage aus dem letzten Sommersemester belegen, was viele von uns fühlen: Wir arbeiten im Bachelor und Master deutlich mehr als die berechneten 40 Stunden pro Woche, ein erheblicher Teil sogar über 50 Stunden. Doch tun wir das wirklich? Die ZeitLAST-Studie von Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg) zeigte kürzlich ein konträres Ergebnis, nämlich dass es im Durchschnitt nur 26 Stunden seien. Die Presse machte daraus mal wieder das (vor)schnelle Klischée vom faulen Studierenden. Woher kommt nun aber die Kluft dieser Ergebnisse? Wieso scheint die subjektive Wahrnehmung eine ganz andere zu sein als die ersten Ergenisse der ZeitLAST.Studie? Und wie kommen wir zu einer (gefühlten) 'Entlastung' der Studierenden? Sprich: Was können wir konkret an unserer Universität verändern?
Diesen Fragen widmet sich eine Podiumsdiskussion vom AStA am Dienstag, 30. November 2010, 17 - 19 Uhr, im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4/5, direkt neben dem Dom). Neben Prof. Dr. Schulmeister, der Rede und Antwort zu seiner Studie stehen wird, werden Vertreter von Lehrenden, Studierenden und der Psychologisch-Therapeutischen Beratungsstelle auf dem Podium diskutieren. Ihr seid herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und die Debatte mit euren Erfahrungen und Ideen zu bereichern!
Vorbereitend hat sich eine AG Workload gegründet. Sie trifft sich das nächste Mal am kommenden Mi., 10.11. um 16h (im Konferenzraum auf der AStA-Etage) und möchte Ideen und Impulse für die Podiumsdiskussion und den nächsten Semestergipfel sammeln. Der nächste Semestergipfel wird sich ebenfalls mit der Arbeitsbelastung der Bremer Studierenden befassen und findet am 1. Dezember 2010 zwischen 12 und 15 Uhr im GW2 B3009 statt. Dort haben wir die Möglichkeit unserer Vorschläge und Forderungen direkt an das Rektorat zu stellen - kommt also zahlreich!
Diesen Fragen widmet sich eine Podiumsdiskussion vom AStA am Dienstag, 30. November 2010, 17 - 19 Uhr, im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4/5, direkt neben dem Dom). Neben Prof. Dr. Schulmeister, der Rede und Antwort zu seiner Studie stehen wird, werden Vertreter von Lehrenden, Studierenden und der Psychologisch-Therapeutischen Beratungsstelle auf dem Podium diskutieren. Ihr seid herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und die Debatte mit euren Erfahrungen und Ideen zu bereichern!
Vorbereitend hat sich eine AG Workload gegründet. Sie trifft sich das nächste Mal am kommenden Mi., 10.11. um 16h (im Konferenzraum auf der AStA-Etage) und möchte Ideen und Impulse für die Podiumsdiskussion und den nächsten Semestergipfel sammeln. Der nächste Semestergipfel wird sich ebenfalls mit der Arbeitsbelastung der Bremer Studierenden befassen und findet am 1. Dezember 2010 zwischen 12 und 15 Uhr im GW2 B3009 statt. Dort haben wir die Möglichkeit unserer Vorschläge und Forderungen direkt an das Rektorat zu stellen - kommt also zahlreich!
Sonntag, 7. November 2010
"Hochschulproteste 2009 - Wo stehen wir heute?"
am 12. November 2010 findet in Berlin eine Konferenz der
Friedrich-Ebert-Stiftung statt zum Thema:
*"Hochschulproteste 2009 - Wo stehen wir heute?"*
Die Hochschulproteste liegen ein Jahr zurück. Manches hat sich seitdem
an den Hochschulen verbessert, viele Probleme bleiben ungelöst.
Diskutieren Sie mit Studierenden und Politiker/innen sowie
Vertreter/innen aus Hochschulen, Gewerkschaften und Wissenschaft über
Mobilität innerhalb und außerhalb Deutschlands, über Zugangsprobleme zum
Master und die Gefahr neuer Hürden im Bildungssystem.
Sie können sich mit Ihren Kommentaren und Fragen während der Konferenz
per e-mail einschalten.
Die Konferenz wird am *12. November 2010 ab 10.00 Uhr per Livestream*im
Internet übertragen unter folgendem Link:
_http://www.fes.de/bildungspolitik/_
Dort finden Sie auch das ausführliche Programm.
Friedrich-Ebert-Stiftung statt zum Thema:
*"Hochschulproteste 2009 - Wo stehen wir heute?"*
Die Hochschulproteste liegen ein Jahr zurück. Manches hat sich seitdem
an den Hochschulen verbessert, viele Probleme bleiben ungelöst.
Diskutieren Sie mit Studierenden und Politiker/innen sowie
Vertreter/innen aus Hochschulen, Gewerkschaften und Wissenschaft über
Mobilität innerhalb und außerhalb Deutschlands, über Zugangsprobleme zum
Master und die Gefahr neuer Hürden im Bildungssystem.
Sie können sich mit Ihren Kommentaren und Fragen während der Konferenz
per e-mail einschalten.
Die Konferenz wird am *12. November 2010 ab 10.00 Uhr per Livestream*im
Internet übertragen unter folgendem Link:
_http://www.fes.de/bildungspolitik/_
Dort finden Sie auch das ausführliche Programm.
Donnerstag, 4. November 2010
Arme Hiwis ?
Es ist mittlerweile der Königsweg in den wissenschaftlichen Beruf. Eine Stelle als studentische Hilfskraft - kurz "Hiwi" - öffnet Türen und ermöglicht den direkten Kontakt zu Dozenten. Eine neue Studie von zwei Freiburger Soziologen spricht aber auch von "Lohndumping" und "Selbstausbeutung"
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1309198/
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1309198/
Mittwoch, 3. November 2010
Leitbild "Demokratische und Soziale Hochschule" - jetzt im Internet
Die Hans-Böckler-Stiftung hat in Kooperation mit dem DGB und seinen Gewerkschaften ein "Leitbild Demokratische und Soziale Hochschule" beschlossen, das nun bundesweit an den Hochschulen diskutiert wird. Wir wollen Wissenschaft demokratisieren, Hochschulen sozial öffnen, Qualität von Forschung und Lehre entwickeln sowie Arbeits- und Studienbedingungen verbessern. Eine Konzentration der Hochschulförderung auf wenige Eliteuniversitäten, autokratische Leitungsstrukturen, steinige Karrierewege, verschulte und verdichtete Kurzzeitstudiengänge lehnen wir genauso ab wie Studiengebühren und eine Akzentverschiebung in der Studienfinanzierung vom BAföG hin zu Stipendien.
Zur Internetseite Leitbild "Demokratische und Soziale Hochschule" Vom Konzept zur Praxis
Zur Internetseite Leitbild "Demokratische und Soziale Hochschule" Vom Konzept zur Praxis
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