Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Ethik der Forschung, Erforschung der Ethik“ an der Universität Siegen, am 27. Januar 2011 von Wolfgang Lieb.
In einem weiteren Vortrag sprach Professor Dr. Richard Münch zum Thema „Die Universität im Wettbewerb um Exzellenz“.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=8139
Freitag, 28. Januar 2011
„AStA kritisiert die Einrichtung des dualen Studiengangs ISEE“
Kooperation mit Rüstungsfirmen / Einführung des Bezahlstudiums
Der Hochschulpolitische Referent des AStA, Alexander G. Keckel,
verurteilt die Entscheidung des AS: „Die Firmen mit denen eine
Kooperation angedacht ist, sind größtenteils solche Unternehmen
die Profite mit der Entwicklung und Produktion von Kriegsgeräten
machen. Auch wenn die Hochschule versichert, dass Studierende
nicht direkt an Rüstungsprojekten beteiligt sein werden – es
bleiben Unternehmen die mit dem Leid und dem Töten von Menschen
Geld verdienen. Man kann die Augen verschließen – aber die Verantwortung
dafür müssen alle Beteiligten tragen.“
Marc Renken, 2. AStA Vorsitzender, sieht darüber hinaus in der
Struktur des Studiengangs ein Problem. „Hier werden indirekt Studiengebühren
eingeführt. Neben dem dualen, kostenpflichtigen Studiengang
gibt es noch einen grundständigen Elektrotechnik Studiengang.
Welcher von beiden die bessere Ausstattung haben wird,
ist klar. Es ist doch nur eine Frage der Zeit bis duale Studiengänge
die grundständigen und unterfinanzierten Studiengänge ablösen.
Die zu befürchtende Abhängigkeit von Sponsoren konterkariert
doch die Freiheit von Lehre und Forschung.“
Hintergrund:
In der Sitzung des Akademischen Senats (AS) der Hochschule Bremen
vom 25.01.11 wurde die Einführung des dualen Studiengangs ISSE
(Elektrotechnik – Elektronische Systeme B.Sc.) beschlossen. Dieser
Studiengang soll als berufsbegleitender Studiengang konstruiert
werden, der in Kooperation mit Unternehmen wie z.B. Atlas,
Rheinmetall, OHB etc. durchgeführt wird. Da dieser Studiengang
durch die Kooperation kostenneutral ist, kann die Hochschule ohne
Mehrkosten die Studierendenzahlen von ISEE auf den Hochschulpakt
II anrechnen.
Dienstag, 25. Januar 2011
Warum sich Gewerkschaften so schwer tun, der „unternehmerischen Hochschule“ ein fortschrittliches Leitbild entgegenzusetzen
Referat von Wolfgang Lieb auf einem Workshop der Hans-Böckler-Stiftung, „Die Hochschule demokratisch und sozial gestalten“. Am 21. Januar in Berlin.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=8113
http://www.nachdenkseiten.de/?p=8113
GEW: "Etikettenschwindel" beim Hochschulpakt
Bildungsgewerkschaft für mehr Studienplätze - Zur Zwischenbilanz der Bundesbildungsministerin
Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die heutige Zwischenbilanz zum "Hochschulpakt 2020" von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) als "Etikettenschwindel" bezeichnet. "Wenn die Länder in größerem Umfang als erwartet Mittel aus dem Hochschulpakt abrufen, ist das auf der einen Seite ermutigend: Wir brauchen dringend mehr Studienplätze. Auf der anderen Seite zeigt die große Nachfrage, dass der Hochschulpakt unterfinanziert ist und das Geld schon vor 2015 ausgehen könnte. Die Erfolgsmeldungen der Ministerin sind in Wahrheit ein Alarmzeichen", erklärte das für Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Dienstag in Frankfurt am Main.
Keller machte sich für einen drastischen Ausbau des Hochschulpakts stark: "Wir brauchen deutlich mehr Studienplätze, damit sich möglichst viele Studienberechtigte für eine Hochschulausbildung entscheiden." Er betonte, dass die bisherige Kalkulation des Hochschulpakts weder die geplante Aussetzung der Wehrpflicht noch eine höhere Bildungsbeteiligung unter den Studienberechtigten berücksichtige. "Wenn die Wehrpflicht ausgesetzt wird, werden bis zu 70.000 junge Männer zusätzlich an die Hochschulen strömen. Wenn tatsächlich mehr Studienberechtigte ein Studium aufnehmen, fehlen bis zu 100.000 weitere Studienplätze. Die Ministerin sollte dafür sorgen, dass der Hochschulpakt deutlich aufgestockt wird", betonte der GEW-Hochschulexperte.
Er setzte sich außerdem für einen nachhaltigen Ausbau der Hochschulen über 2015 hinaus ein. "Der Hochschulpakt darf nicht wie ein Strohfeuer nach kurzer Zeit wieder erlöschen. Dozentinnen und Dozenten, die jetzt eingestellt werden, dürfen nicht nach kurzer Zeit wieder auf die Straße gesetzt werden. Das Hire-and-Fire-Prinzip ist fehl am Platz: Die Hochschulen haben einen nachhaltigen Personalbedarf. Bis 2025 müssen sie bis zu 30.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einstellen, um ihre wachsenden Aufgaben zu bewältigen", erklärte Keller. Er bezog sich auf eine Studie zum Personalbedarf an Hochschulen, die die Berliner Wissenschaftlerin Silke Gülker am Freitag auf dem Follow-Up-Kongress der GEW zum "Templiner Manifest" vorgestellt hatte.
Info:
Die aktuelle Programmphase des Hochschulpakts läuft von 2011 bis 2015. In dieser Zeit sollen 275.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Offizielle Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: http://www.bmbf.de/de/6142.php.
Informationen zum Follow-Up-Kongress zum Templiner Manifest und zur Personalbedarfsstudie von Dr. Silke Gülker:
http://www.gew.de/GEW_macht_sich_fuer_Entfristungsoffensive_an_Hochschulen_stark.html.
Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die heutige Zwischenbilanz zum "Hochschulpakt 2020" von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) als "Etikettenschwindel" bezeichnet. "Wenn die Länder in größerem Umfang als erwartet Mittel aus dem Hochschulpakt abrufen, ist das auf der einen Seite ermutigend: Wir brauchen dringend mehr Studienplätze. Auf der anderen Seite zeigt die große Nachfrage, dass der Hochschulpakt unterfinanziert ist und das Geld schon vor 2015 ausgehen könnte. Die Erfolgsmeldungen der Ministerin sind in Wahrheit ein Alarmzeichen", erklärte das für Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Dienstag in Frankfurt am Main.
Keller machte sich für einen drastischen Ausbau des Hochschulpakts stark: "Wir brauchen deutlich mehr Studienplätze, damit sich möglichst viele Studienberechtigte für eine Hochschulausbildung entscheiden." Er betonte, dass die bisherige Kalkulation des Hochschulpakts weder die geplante Aussetzung der Wehrpflicht noch eine höhere Bildungsbeteiligung unter den Studienberechtigten berücksichtige. "Wenn die Wehrpflicht ausgesetzt wird, werden bis zu 70.000 junge Männer zusätzlich an die Hochschulen strömen. Wenn tatsächlich mehr Studienberechtigte ein Studium aufnehmen, fehlen bis zu 100.000 weitere Studienplätze. Die Ministerin sollte dafür sorgen, dass der Hochschulpakt deutlich aufgestockt wird", betonte der GEW-Hochschulexperte.
Er setzte sich außerdem für einen nachhaltigen Ausbau der Hochschulen über 2015 hinaus ein. "Der Hochschulpakt darf nicht wie ein Strohfeuer nach kurzer Zeit wieder erlöschen. Dozentinnen und Dozenten, die jetzt eingestellt werden, dürfen nicht nach kurzer Zeit wieder auf die Straße gesetzt werden. Das Hire-and-Fire-Prinzip ist fehl am Platz: Die Hochschulen haben einen nachhaltigen Personalbedarf. Bis 2025 müssen sie bis zu 30.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einstellen, um ihre wachsenden Aufgaben zu bewältigen", erklärte Keller. Er bezog sich auf eine Studie zum Personalbedarf an Hochschulen, die die Berliner Wissenschaftlerin Silke Gülker am Freitag auf dem Follow-Up-Kongress der GEW zum "Templiner Manifest" vorgestellt hatte.
Info:
Die aktuelle Programmphase des Hochschulpakts läuft von 2011 bis 2015. In dieser Zeit sollen 275.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Offizielle Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: http://www.bmbf.de/de/6142.php.
Informationen zum Follow-Up-Kongress zum Templiner Manifest und zur Personalbedarfsstudie von Dr. Silke Gülker:
http://www.gew.de/GEW_macht_sich_fuer_Entfristungsoffensive_an_Hochschulen_stark.html.
Montag, 24. Januar 2011
Bologna-Reform: Bachelor-Studenten gehen seltener ins Ausland
Die Zahl der deutschen Studenten im Ausland steigt. Im internationalen Vergleich liegt die Bundesrepublik damit auf Platz vier. Allerdings schaffen bislang nur wenige Bachelor-Studenten den Sprung über die Grenze - und Hochschüler aus armen Familien fahren besonders selten.
Laut Studie hatte fast jeder Fünfte Student im Diplom- oder Magisterstudium (23 Prozent) und rund jeder sechste Anwärter auf ein Staatsexamen (18 Prozent) bereits im Ausland studiert oder ein Praktikum absolviert. Bei den Bachelor-Studenten waren es zum Befragungszeitpunkt Mitte 2009 nur sieben Prozent oder jeder Vierzehnte.
http://www.studentenwerke.de/pdf/Internationalisierungbericht.pdf
Laut Studie hatte fast jeder Fünfte Student im Diplom- oder Magisterstudium (23 Prozent) und rund jeder sechste Anwärter auf ein Staatsexamen (18 Prozent) bereits im Ausland studiert oder ein Praktikum absolviert. Bei den Bachelor-Studenten waren es zum Befragungszeitpunkt Mitte 2009 nur sieben Prozent oder jeder Vierzehnte.
http://www.studentenwerke.de/pdf/Internationalisierungbericht.pdf
Der große Bluff mit der Ganztagsschule
Der Bund hat den Ausbau der ganztägigen Betreuung in Schulen mit 4 Mrd. Euro angeschoben - jetzt fehlt den Ländern das Geld für mehr Lehrer.
http://www.ftd.de/wissen/leben/:kinderbetreuung-der-grosse-bluff-mit-der-ganztagsschule/50217438.html?page=1
http://www.ftd.de/wissen/leben/:kinderbetreuung-der-grosse-bluff-mit-der-ganztagsschule/50217438.html?page=1
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